Lesung mit Martin Grzimek aus seinem Buch “Trutzhain. Ein Dorf”

Donnerstag, den 9. Februar, 19.00 Uhr

Der Schriftsteller Martin Grzimek wurde 1950 in Trutzhain geboren.

Seinen Eltern und ihren drei Söhnen – aus Schlesien stammend – wurde 1949 als Flüchtlinge im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag IXA bei Ziegenhain eine provisorische Wohnung in einer der Holzbaracken zugewiesen. Grzimek wuchs in Trutzhain auf, ging in die Melanchthon-Schule Steinatal und nach dem Abitur nach Berlin, wo er Germanistik und Theaterwissenschaften studierte. In den 1970ern zog er nach Heidelberg, schloss sein Studium in Philosophie und Literaturwissenschaft ab und begann mit dem Schreiben.

1980 erschien sein erster Roman „Berger“. Drei Jahre später verbrachte Martin Grzimek einen Monat in Trutzhain, um dort für ein Buch über das Dorf und seine Entwicklung zu recherchieren. Auf Gängen durch die Gemeinde traf er auf alte Bekannte, befragte sie nach ihrer Vergangenheit und sammelte Dokumente und Fotos über die Lagerzeit und die Anfänge der Gemeinde. „Trutzhain. Ein Dorf“ erschien 1984 und wurde im selben Jahr als Fortsetzung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgedruckt. Grzimek lebt heute mit seiner Frau in Nußloch bei Heidelberg.