„Wir sind Juden aus Breslau. Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933“ – Filmabend und Gespräch mit der Regisseurin Karin Kaper

Mittwoch, den 27. März 2019 ∙ 19.00 Uhr

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten des Konzentrationslager Auschwitz. In allen rettenden Himmelsrichtungen verstreut, bauten sie sich in Israel, den USA, in England, Frankreich und auch in Deutschland ein neues Leben auf.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt der mehrfach preisgekrönten Dokumentation. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von Ihnen reisten ins heutige Wrocław (Breslau), um dort mit einer deutsch-polnischen Jugendgruppe auf Zeitreise zu gehen.

Der Film ist von aktueller Brisanz, indem er ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa.